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Die Erbschaftssteuer ist die gerechteste Steuer der Welt

Österreich ist eines der wenigen Länder in denen es keine Erbschaftssteuer gibt. Warum? Das hat nur einen einzigen Grund: Das ist mit der ÖVP nicht zu machen. Neulich auf Twitter hat sogar Armin Hübner – Leiter der politischen Abteilung der Neos – mir getwittert, dass er sich sehr wohl eine Erbschaftssteuer vorstellen könnte, vorausgesetzt es wäre ein faires Paket welches insgesamt zu einer Steuerentlastung für die Mittelschicht führen würde. (Sofern ich ihn richtig interpretiere)

Armin Hübner Neos pro Erbschaftssteuer

Ich fand das außerordentlich löblich und aufgeschlossen! Hätte ich nicht gedacht.

Die Argumente, welche die ÖVP Jahr für Jahr runterbetet sind Jahr für Jahr falsch. Schauen wir sie uns kurz an.

Die Erbschaftssteuer führt zur Doppelbesteuerung

Dieses Argument ist schlichtweg falsch. Armin Wolf hat dies hervorragend wiederlegt. Dazu braucht man nicht mehr recht viel sagen:

Armin Wolf twittert über die Erbschaftssteuer

Es trifft ja nur die hart arbeitenden Menschen

Falsch. Würde man die Steuer mit einer großzügigen Freigrenze von z.B.: 1.000.000€ versehen, würde es ganz bestimmt nicht die Mittelschicht treffen, denn welche Person der Mittelschicht kann den schon eine derartige Summe an seine Nachkommen weitergeben? Könnten Sie das? Ehrlich! Ich kenne jedenfalls niemanden in meinem Freundeskreis dessen Familie ein derartiges Vermögen besitzt, geschweige denn vererben kann.

Die Erbschaftssteuer bringt nichts ein

Falsch. Würde man Vermögen ab einer Million mit 25 Prozent besteuern, könnte man mehrere 100 Millionen Euro pro Jahr einnehmen. Außerdem gibt es einen viel wichtigeren Effekt: Die Schere zwischen Arm und Reich würde nicht jedes Jahr mehr auseinander gehen und es würde echte Leistungsgerechtigkeit hergestellt, denn Erben ist keine Leistung!

Das trifft die Häuslbauer

Ehrlich, wer hat den schon ein Haus das 1 Million Euro wert ist? Never ever ist das die Mittelschicht.

Die Steuern in Österreich sind sowieso schon hoch genug

Das stimmt sicherlich in einem gewissen Maße, jedoch kommt gerade in dieser Argumentation die Ungerechtigkeit zum Vorschein: Arbeit ist in Österreich sehr hoch besteuert, aber Vermögen eben nicht! Die fleißigen Leute zahlen sehr viel Steuern auf ihren Lohn/Gehalt, wenn jedoch jemand 20 Millionen von seinen Eltern erbt, hat er einfach Glück gehabt und braucht de facto nicht mehr Arbeiten, sondern lediglich das geerbte Geld anlegen und von den Zinsen leben? Das ist gerecht?

Eines ist klar: Mir wäre lieber, jeder würde mehr Netto vom Brutto haben als das ein paar Tausend Menschen ein leistungfreies Einkommen erhalten. Wer über eine Million Euro erbt, soll sich wohl freuen, aber er/sie soll dann verdammt nochmal einfach zahlen und nicht rummotzen. Schlecht kann es einem ja wohl wirklich nicht gehen.

Video zum Thema Erbschaftssteuer
Podcast zum Thema Erbschaftssteuer

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